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James Bond im Wandel der Zeit

June28

Es dürfte wohl nur sehr wenige Menschen auf diesem Planeten geben, die noch nie von James Bond gehört haben. Bereits seit seinen literarischen Anfängen in den 1950er Jahren, die Figur des britischen Spions wurde von Ian Fleming ins Leben gerufen, erfreuen sich Millionen begeisterte Leser und Kinogänger an immer neuen Abenteuern des charmant-draufgängerischen Agenten 007 mit der Lizenz zum Töten. Zu Weltruhm gelangte die Figur im Jahre 1962 durch die Verfilmung des Ian Fleming Romans „Dr. No“ und dem Hauptdarsteller Sean Connery der insgesamt sechs Mal in die Rolle des 007 schlüpfte.

Die Connery Ära

Die 1960er Jahre waren geprägt von Spionagefilmen und sie alle schwammen auf nur einer Welle: dem Erfolg des allerersten James Bond Kinofilms „Dr. No“ mit Sean Connery in der Titelrolle. Hier hatten die visionären Filmemacher Albert R. Broccoli und Harry Saltzman eine Standardformel erschaffen die sich bis heute hartnäckig im Spionagegenre hält – eine gekonnte Mischung aus Action, geistreichem Humor, aufregenden Kulissen, Erotik und exotischen Schauplätzen.
Brocolli und Saltzman produzierten zunächst sechs Filme mit Sean Connery als Agent 007 – allesamt beruhend auf den Romanen von Ian Fleming. Hierbei übertraf jeder Film seinen Vorgänger und schon das zweite Bond-Abenteuer „Liebesgrüsse aus Moskau“ sorgte bei seiner Premiere im Jahre 1963 für endlose Schlangen an den Kinokassen. Mit Ausnahme des damals beim Publikum unbeliebtem Schauspielers George Lazenby und seiner Verkörperung der Rolle in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ hielt der Bond Erfolg bis in die 1970er Jahre and, solange bis der mit seiner Rolle längst unzufrieden gewordene Sean Connery abdankte und den Part an Roger Moore übergab.

Die Moore Ära

Mit Roger Moore bekam James Bond im Jahre 1973 für sieben weitere Filme nicht nur ein neues Gesicht, sondern vor allem völlig andere Charakterzüge. Moore überzeugte mit viel Humor, Zynismus sowie stilscherer Herrenmode und bewahrte jedoch gleichzeitig den Charme des Bond Universums auf seine ganz eigene Weise. Bond-Filme waren gleichbleibend hoch im Kurs, sehr beliebt im Kino und die Einspielergebnisse stiegen stetig an.

Die Dalton Ära

Im Jahre 1987 übernahm Timothy Dalton für zwei Filme die Rolle des britischen Superagenten und erneut wandelte sich das Image enorm. Viel brutaler und skrupelloser war Daltons Darstellung und trotzdem entsprach sie mehr der Vision von Schöpfer Ian Fleming der James Bond stets als brutalen Draufgänger beschrieben hatte.

Die Brosnan Ära

Nach der bisweilen längsten Zwangspause für 007- ganze sechs Jahre anstatt der üblichen zwei – verkörperte Pierce Brosnan ab 1995 und „Goldeneye“ die Rolle des James Bond. Bis 2002 folgten drei weitere Kinoabenteuer von denen eins spektakulärer und aufwändiger als sein Vorgänger war. Die Einspielergebnisse waren traumhaft und die Figur des Agenten 007 so beliebt und verbreitet wie nie zuvor.

Daniel Craig – der neue Bond

Seit 2006 ist Daniel Craig der neue James Bond – zu Beginn heftig kritisiert, doch „Casino Royale“ wurde ein sensationeller Erfolg. Der Film stellte das gesamte Bond Universum auf den Kopf, brach mit Traditionen und zeigte dem Publikum einen Bond wie sie ihn noch nie gesehen hatten. Rasant, cool, brutal, energisch und sexy zugleich.

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